United Powerlifter

Kraftdreikampfregeln - Kurzfassung

1. Nachdem der Wettkämpfer die Hantel aus dem Ständer  ausgehoben hat, mit dem Gesicht nach vorne auf der Bühne steht, kann er sich rück- vor- oder seitwärts bewegen um seine ideale Beugeposition zu finden. Die Stange darf nicht mehr als 3 cm unter der Oberseite des vorderen Deltamuskels liegen. Sie soll horizontal auf den Schultern, mit den Händen umgreifend, gehalten werden. Die Knie müssen durchgestreckt sein, die Füße eben auf dem Boden stehen.

2. Der Wettkämpfer muss in dieser Position auf das Signal des Hauptkampfrichters warten. Dieses wird gegeben, sobald der Athlet bereit ist und anzeigt, dass er in der richtigen Position ist und die Hantel unter Kontrolle hat. Das Signal des Hauptkampfrichters besteht aus einer Abwärtsbewegung des Armes und dem hörbaren Kommando „Squat“.

3. Sobald das Kommando erfolgt, muss der Wettkämpfer die Knie beugen und den Körper senken, bis die Oberfläche der Beine beim Hüftgelenk niedriger ist, als das obere Ende der Knie.

4. Der Wettkämpfer muss die aufrechte Position wiedererlangen ohne nachzufedern und die Knie müssen gestreckt sein. Während des Aufrichtens kann ein Stopp in der Bewegung sein, es darf aber keinesfalls eine Abwärtsbewegung geben. Sobald sich der Wettkämpfer in einer kontrollierten Endposition befindet, gibt der Hauptkampfrichter das Signal, dass die Vollendung des Versuches und das Zurücklegen der Hantel in die Ständer anzeigt.

5. Dieses Signal besteht aus einer Rückwärtsbewegung des Armes und dem hörbaren Kommando „Rack“. Hierauf legt der Athlet die Stange in die Ständer.

6. Der Wettkämpfer soll mit dem Gesicht nach vorne in Richtung Hauptkampfrichter, auf der Bühne stehen.

7. Der Wettkämpfer soll während der Übungsausführung weder die Scheiben noch die Manschetten der Stange halten. Der Rand der Hände, die die Stange umgreifen, darf jedoch die innere Oberfläche der Manschette berühren.

8. Es dürfen sich nicht mehr als 5 und nicht weniger als 2 Scheibenstecker/Aufpasser auf der Bühne befinden. Ein Helfer der bei Verwendung des Monolifts den Hebemechanismus bedient, ist von dieser Regel ausgenommen.

9. Die Aufpasser können dem Wettkämpfer beim Herausheben der Hantel behilflich sein. Sie dürfen dem Wettkämpfer jedoch nicht körperlich helfen in die richtige Startposition zu kommen. Sollte der Athlet stolpern oder eine offensichtliche Instabilität zeigen, so können die Aufpasser helfen um die Kontrolle wiederzuerlangen.

10.Es kann nur ein Startsignal pro Versuch gegeben werden.

11.Auf Beschluß des Hauptkampfrichters, soll dem Wettkämpfer ein  weiterer Versuch mit dem selben Gewicht gewährt werden, wenn ein Fehler passiert, der auf die Aufpasser zurückzuführen ist.

Gründe für ungültige Versuche bei der Kniebeuge:

1. Nichtbeachtung der Kommandos des Hauptkampfrichters am Anfang und Ende des Versuches.

2. Nachfedern, oder mehr als ein Versuch sich aufzurichten am unteren Ende der Kniebeuge.

3. Das Versagen, eine aufrechte Position mit gestreckten Knie, am Beginn oder am Ende des Versuches einzunehmen.

4. Eine Bewegung der Füße seitlich, rück- oder vorwärts, die einen Schritt oder ein Stolpern darstellen.

5. Das Versagen die Knie nicht soweit zu beugen, dass die richtige Tiefe, wie in Punkt 3 beschrieben, erreicht wird.

6. Jede Neustellung der Füße nach dem Kommando des Kampfrichters.

7. Jeder Kontakt mit der Hantel oder dem Athleten, durch einen Scheibenstecker, zwischen den Schiedsrichtersignalen.

8. Eine Berührung der Beine mit den Ellbogen oder Oberarmen am tiefsten Punkt der Beuge.

9. Das Versagen den Versuch zu beenden.

10. Jedes absichtliche Fallenlassen oder Abladen der Hantel.

1. Die Vorderseite der Bank muss auf der Bühne so plaziert werden, dass sie dem Hauptkampfrichter gegenübersteht.

2. Der Wettkämpfer liegt mit dem Rücken auf der Bank, Schultern und Gesäß sind in Kontakt mit der Oberfläche. Diese Position soll während des Versuches beibehalten werden. Der Wettkämpfer muss entweder mit der Schuhfläche, oder mit den Zehenspitzen, festen Kontakt mit der Bühne haben. Die Position des Kopfes ist beliebig.

3. Um einen festen Stand zu erlangen, kann ein Wettkämpfer Scheiben oder Blöcke verwenden, um die Oberfläche der Bühne zu erhöhen. Egal welche Methode gewählt wird, die Schuhe müssen einen festen Kontakt haben. Blöcke sollten nicht größer als 45 x 45 cm sein.

4. Nicht mehr als 5 und nicht weniger als 2 Scheibenstecker dürfen sich auf der Bühne aufhalten. Der Wettkämpfer kann von einem oder mehreren Scheibenstecker Hilfe beanspruchen, um die Hantel aus dem Ständer herauszuheben. Diese Aufgabe kann auch ein persönlicher Betreuer übernehmen. Während des Versuches dürfen sich nur eingeteilte Aufpasser auf der Bühne befinden. Unter Herausheben ist zu Verstehen, dass das Gewicht auf Armeslänge übernommen wird, keinesfalls darf beim Hinunterlassen zur Brust, Hilfe geleistet werden. Ein Scheibenstecker, oder der persönliche Betreuer muss nach dem Herausheben der Hantel sofort den Bereich vor dem Hauptkampfrichter frei machen. Der persönliche Betreuer muss sofort die Bühne verlassen, er darf den Hauptkampfrichter nicht ablenken oder behindern. Sollte dies dennoch der Fall sein, so können die Kampfrichter den Versuch für ungültig erklären.

5. Der Abstand zwischen den Händen, gemessen von Zeigefinger zu Zeigefinger, kann beliebig gewählt (81 cm gelten nicht beim WUAP). Die Hantel sollte eine maschinelle Markierung haben, oder es kann auch mit einem Klebestreifen die maximale Griffbreite angezeigt werden.  Der Revers oder Untergriff ist erlaubt.

6. Nachdem der Athlet die Hantel auf Armeslänge übernommen hat, soll die Stange auf die Brust abgesenkt und auf das Kommando des Hauptkampfrichters gewartet werden.

7. Sobald die Hantel bewegungslos auf der Brust liegt, erfolgt das hörbare Kommando „Press“.

8. Dem Wettkämpfer wird nur ein Startsignal pro Versuch zugestanden.

9. Nach dem Signal wird die Hantel aufwärts gedrückt. Die Stange darf nicht in die Brust einsinken, oder sich Abwärtsbewegung, nachdem der Wettkämpfer versucht sie aufwärts zu drücken. Der Athlet muss die Hantel bis auf gestreckte Armeslänge drücken und sie bewegungslos halten, bis der Hauptkampfrichter das hörbare Kommando „Rack“ gibt. Die Stange soll sich horizontal bewegen, es darf ein Stopp entstehen, aber während der Aufwärtsbewegung darf sich die Hantel nicht zur Brust abwärts bewegen.

10. Die Ablage der Hantel darf nicht unter dem Brustbein (Solarplexus) sein.   AGM 2007 gestrichen.

Gründe für ungültige Versuche beim Bankdrücken:

1. Ein Nichtbeachten der Kampfrichtersignale am Beginn und am Ende des Versuches.

2. Jede Änderung der gewählten Hebeposition wie z.b. das Anheben des Gesäßes, eine seitliche Bewegung der Hände, eine Bewegung der Füße während des Versuches.

3. Das Abfedern der Hantel von der Brust.

4. Einsinken lassen der Stange in die Brust nach Erhalt des Kommandos.

5. Deutlich ungleiches Strecken der Arme während, oder bei der Vollendung des Versuches.

6. Jede Abwärtsbewegung der Stange im Verlauf des Drückens.

7. Kontakt der Scheibenstecker mit der Hantel zwischen den Signalen.

8. Jeder Kontakt der Schuhe des Wettkämpfers mit der Bank oder ihren Stützen.

9. Ein absichtlicher Kontakt der Hantel mit den Ständern um die Vollendung des Versuches zu unterstützen.

10.Ablage der Hantel unter dem Brustbein (Solarplexus).  AGM 2007 - gestrichen.

11.Wenn die Ellbogen am Ende des Drückens nicht durchgestreckt sind.

12.Es liegt in der Verantwortung des Wettkämpfers, seinen persönlichen Betreuer dahingehend zu informieren, dass dieser sobald die Hantel gesichert auf Armeslänge liegt, die Bühne sofort verlassen muss. Es ist besonders wichtig, dass derjenige der die Stange heraushebt, schnell die Bühne verläßt um die Sicht der Kampfrichter nicht zu beeinträchtigen. Ein Nichtbeachten dieser Regel kann den Versuch ungültig machen.

1. Die Hantel liegt horizontal vor den Füßen des Wettkämpfers, sie wird mit beiden Händen und beliebigen Griff gehalten und solange gehoben, bis der Athlet aufrecht steht. Ein stoppen der Stange ist erlaubt, es darf aber keine Abwärtsbewegung geben.

2. Der Wettkämpfer soll mit dem Gesicht nach vorne auf der Bühne stehen.

3. Bei Vollendung des Versuches steht der Athlet aufrecht in gerader Position und die Knie sind gestreckt.

4. Das Signal des Hauptkampfrichters besteht aus einer Abwärtsbewegung des Armes und dem hörbaren Kommando „down“. Das Signal kann aber erst gegeben werden, wenn der Athlet die Hantel bewegungslos hält und in einer offensichtlichen Endposition ist.

5. Jede Aufwärtsbewegung, oder jedes beabsichtigte Anheben der Hantel, wird als Versuch gewertet.

Gründe für ungültige Versuche beim Kreuzheben:

1. Jede Abwärtsbewegung der Hantel, bevor die Endposition erreicht ist.

2. Das Versagen aufrecht zu stehen.

3. Bei Vollendung des Versuches sind die Knie nicht durchgestreckt.

4. Eine Stützung der Stange auf den Oberschenkeln. Stützung wird definiert als eine angenommene Körperposition, die nicht beibehalten werden kann, ohne das Gegengewicht der Hantel.

5. Eine Bewegung der Füße seitlich, rück- oder vorwärts, die einen Schritt oder ein Stolpern darstellen.

6. Absenken der Hantel vor Erhalt des Kampfrichtersignals.

7. Ein Fallenlassen der Hantel auf der Bühne, ohne Kontakt und Kontrolle beider Hände.